Sonntag, 10. Oktober 2010
PARANOIA
sprachfehler, 14:09h
Du wachst auf und lauschst in die kreischende Stille. " Ja, ich bin da" Du stehst auf und gehst ins Bad. Im Spiegel ein zweites Gesicht "Ja, ich bin da" Du duschst und wäschst dich. Du bist alleine. Wachsendes Schamgefühl unter der Dusche " Ja, ich sehe dich" Du isst. Du trinkst. Du machst die Fenster wieder zu. Fremde Blicke " Ja, ich bin da" Du betest. Du bittest um Vergebung und Befreiung. Deine Sünden. " Ja, ICH BIN DA" Schlimmste Stunden am Tag. Du musst zur Arbeit. Raus auf die Straße. Die Tür schließt du ab. Den 2. Schlüssel lässt du zuhause " Danke, ich brauche ihn nicht. Ich bin da" Du setzt dich ins Auto und fährst los. 1. Ampel. Du triffst den Nachbarsjungen auf dem Fahrrad. Egal Du fährst weiter. Was war links? Nichts. Dunkler Schatten wischt über die Frontscheibe. Landstraße, ein Baum. Du triffst deine Rommefreundin beim Überqueren. Egal. Du fährst weiter.Rückspiegel.Gesicht. Falschrum. " Jaaaaa, ICH bin DAA!" Gaspedal wird durchgetreten. Es ist kalt. 39°C. Du machst die Heizung an. Du siehst fast nichts, am Tag. " Ja, ich sehe für dich" Du hast Angst. Ich esse Angst. Lebe ich davon dir zu sagen welche Angst du fühlst, lebst du davon zu hören welche Angst gerade spricht. Du fährst weiter und wirst nervöser. Der tag vergeht. Du bist zuhause. Essen.Stille, Radio ist leise. " Ja, ich singe für dich" Du rastest aus. Schreist. Flehst. Bettelst. "Lass mich in Ruhe!BITTE!" Du sagtest Bitte. Hmm. Ich zeig dir was passiert." Ja, ich lass dich in Ruhe" Ich gehe. Du bist ruhig.DU lauschst. Nichts. Befreiung.Beruhigt gehst du zu Bett. Den nächsten Tag nimmst du dir frei und gedenkst dem Nachbarsjungen und deiner Freundin. Du hast sie ja gestern mit der Motorhaube getroffen. Du hast gute Laune. Deine ANGST ist WEG. Du gehst über die Straße. Dein nachbar trifft dich. " Ja, ich bin gegangen" Eine gute Ruhe!
-Paranoia
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